Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein Name
Virna

Rasse
Mischling

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 08.10.2020
Grüße von Virna!

Hallo Leute,

ich bin Virna, und ich möchte euch von den ersten Tagen in meinem neuen Zuhause erzählen. Gemeinsam mit meinem Bruder und vielen anderen Hunden wurde ich vor zwei Wochen von Italien in ein anderes Land gebracht, das nennen sie Deutschland und da ist es zurzeit echt kühl und ab und zu auch nass - Regen sagen sie dazu. Den fand ich zuerst komisch, auch den Wind, der mir bei den ersten Spaziergängen um die Nase wehte, doch langsam gewöhne ich mich daran.

Aber der Reihe nach...

Nach einer sehr langen Reise in einem großen Auto wurden wir in diesem kühlen Land von vielen Menschen mit Hurra begrüßt. Manche haben sogar vor Freude geweint! Die hatten echt lange auf uns gewartet, aber wir waren erst mal froh, dass wir im Welpengehege toben und spielen konnten. Dann wurden uns so komische Dinger angelegt, Sicherheitsgeschirre. Und auf einmal wurde mein Bruder über den Zaun gehoben und weggeführt! Aber ich hatte kaum Zeit, ihn zu vermissen, denn schon kamen zwei andere Leute und mir wurde ein Halsband angelegt und zwei Leinen und ich wurde auch über den Zaun gehoben und von diesen beiden Menschen begrüßt und gestreichelt. Dann führten sie mich auf eine große Wiese, wo wir uns beschnuppern konnten, und da habe ich sie dann auch begrüßt, und zwar mit Schwanzwedeln und vielen Hundeküsschen. Meine "Adoptivmama" und meine neue "große Schwester", die gekommen waren, um mich abzuholen, fanden das auch ganz toll! Sie sind natürlich Menschen, aber sie sind echt in Ordnung. Ich durfte mit ihnen laufen und spielen und kuscheln und bekam sogar ein paar Leckerlis. Irgendwann gingen sie mit mir zu einem anderen Auto. Ich war zuerst vorsichtig - wo bringen die mich jetzt hin? Sie sagten mir, dass wir jetzt nach Hause fahren, und nach etwas Zureden legte ich mich neben meine neue "große Schwester" auf die Rückbank, wo ich nach wenigen Minuten einschlief. Gottseidank war es keine lange Fahrt.

Als ich aufwachte, hoben sie mich aus dem Auto und zeigten mir ein Haus und einen großen Garten, mein neues Zuhause. Zu meiner neuen Familie gehören auch ein Papa und noch eine große Schwester, die habe ich auch gleich begrüßt, und sie waren genau so begeistert! Sie zeigten mir meinen Wassernapf und es gab noch etwas zu essen - sie nennen das "BARF" und das soll ganz toll für Hunde sein. Ich hatte jedenfalls Hunger und habe die Schüssel leer gefressen! Ich bekomme drei Mal täglich etwas davon, damit ich schön wachse, das tue ich auch. Mein Fell glänzt , und ich bekomme jeden Tag viele Komplimente und Streicheleinheiten.

Wisst ihr, was toll ist? Ich bin fast nie alleine. Das ist gut so, denn ich vermisse meinen Bruder und die anderen Hunde schon. Meine Menschen wissen das und sie sorgen dafür, dass immer jemand in meiner Nähe ist. Ich darf bei meinen Adoptiveltern neben dem Bett schlafen - nicht im Bett, auch nicht auf dem Sofa, das musste ich erst mal verstehen (ich probiere es trotzdem ab und zu noch aus, vielleicht haben sie es sich ja anders überlegt...). Ich habe ein großes, weiches Hundekissen, das gehört ganz allein mir, darauf schlafe ich. Tagsüber suche ich mir immer einen Platz in der Nähe meiner Familie. Manchmal ist nur einer von ihnen zuhause, dem weiche ich dann nicht von der Seite. In der ersten Nacht war ich total aufgeregt, weil alles so anders war, aber schon in der zweiten Nacht habe ich auf meinem Hundekissen mehrere Stunden fest geschlafen. 

Ja, und jetzt verstehen meine Leute auch, wenn ich mal raus muss. Anfangs haben sie ein paar Mal den Teppich und das Laminat geputzt. Dann habe ich mir gemerkt, wo meine Hundeleinen liegen und wo es raus geht, und jetzt laufe ich zur Tür und dann zu den Leinen. Das verstehen die inzwischen, das habe ich gut gemacht, oder? Manchmal will ich aber auch draußen nur eine Katze oder einen Igel aufstöbern. In unserem Garten gibt es tolle Ecken, da kann man richtig schnüffeln und stöbern, und unter manchen Bäumen liegen runde säuerliche Dinger, Äpfel genannt, mit denen spiele ich gerne. Zur Zeit lassen sie mich im Garten noch an der Leine, aber sie gehen mit mir alles erkunden und ich darf sogar im Sand buddeln - nur nicht in den Dingern, die "Beete" heißen.

Dreimal täglich nehmen mich meine Leute mit auf einen Spaziergang, da gibt es so viel zu entdecken! Ich bin dann so aufgeregt, dass ich immer ganz vorne laufen muss, um nichts zu verpassen. Es gibt Wege über den Hügel und durch den Wald und an Straßen mit Bäumen entlang und viele interessant riechende Büsche, einen großen Park mit einem See und einen Hof mit Pferden, die sind mir noch ein bisschen unheimlich. Und es gibt viele, viele Katzen und Hunde. Ich treffe jeden Tag Hunde, manche dürfen schnuppern und spielen und manche nicht, aber ich bin immer zum Spielen aufgelegt! Meine großen Schwestern haben ganz viele Tiere aus Stoff mit glänzenden Augen, große und kleine. Ich habe sie zuerst angeknurrt, man weiß doch nie, ob die vielleicht was machen. Aber die sind ganz lieb und kuschelig und man kann mit ihnen wunderbar spielen und an ihnen herum zausen! Meine Menschen haben mir ein paar davon geschenkt.

Ja, und was glaubt ihr, ein paar Tage nach meiner Ankunft stiegen wir wieder in das Auto und ich war bei der Fahrt so aufgeregt, dass mir ganz schlecht wurde und mein Mittagessen auf dem Autositz landete... aber meine Mama und mein Papa haben nicht geschimpft, sie haben das Auto geputzt und gemeint, sie geben mir vor der nächsten Fahrt lieber nur ganz wenig zu fressen. Und wisst ihr, was dann geschah? Ich sah meinen Bruder wieder! Wir durften auf einer eingezäunten Wiese spielen und toben und wir wollten gar nicht wieder aufhören. Er erzählte mir, dass er jetzt Bruno heißt und auch bei einer Familie wohnt und dass es ihm sehr gut geht und dass er gehört hat, dass wir uns bald öfter sehen werden.

Ja, und jetzt gehen wir beide zusammen in die Hundeschule. Da sind noch ein paar andere Hunde, alle so in unserem Alter, und wir lernen Sitz und bei Fuß gehen und bekommen tolle Leckerlis. Also, Sitz kann ich schon ganz gut. Ich kenne auch meinen Namen, das haben meine Leute schnell gemerkt , und weil sie den Namen schön fanden, haben sie ihn auch nicht geändert. Manchmal komme ich, wenn sie mich rufen... sie meinen, daran müssen wir weiter arbeiten... also, ich reagiere immer auf meinen Namen, nur manchmal bleibe ich halt da, wo ich bin. Ich weiß, was Nein bedeutet, aber manche Sachen sind einfach so spannend, dass ich das dann kurz mal vergesse... Zum Beispiel die Kissen auf dem Sofa, oder Schuhe oder Socken, die hole ich  mir gern und die sind einfach sehr verlockend. Ich mache sie nicht kaputt, ich kaue nur ein wenig darauf herum, gar nicht doll... deshalb schimpfen sie auch nicht sehr mit mir, meistens lachen sie und geben mir stattdessen mein Spielzeug. Nur bei Bett und Sofa, da verstehen sie keinen Spaß... aber sie loben mich immer ganz doll, wenn ich etwas gut gemacht habe, und sie haben so ganz kleine Leckerlies (die könnten gerne auch größer sein), die bekomme ich als Belohnung, da macht das Lernen richtig Spaß!

Ja, und dann mag ich natürlich immer kuscheln. Wenn sich einer von meiner Familie neben mich setzt und mich krault, dann bin ich im siebten Hundehimmel. Ich lege dann manchmal meine Schnauze auf ihren Fuß oder meine Pfote auf ihr Bein und schließe die Augen und wünsche mir, dass es immer so bleibt. Meine Familie sagt, dass sie sich schon gar nicht mehr vorstellen können, wie es ohne mich war. Also, wenn es so weiter geht, dann kann ich mich bestimmt auch mit  dem Wind und dem Regen anfreunden!