Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein 'jetziger' Name
Merlin

Mein Name im Tierheim
Phily

Rasse
Mischling

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 17.10.2020
Die ersten Wochen

Als unser Merlin bei uns ankam war ihm, glaube ich, garnicht bewusst, dass Menschen auch nett zu ihm sein können.

Er ignorierte uns so gut es ging, wollte mit niemanden etwas zu tun haben. Merlin hatte Probleme mit der Orientierung. Jeden Abend stand er in einer Ecke und bellte die Wand an. Warum er das tat wissen wir nicht. Es ist sicherlich auch sehr schwer für ihn gewesen, schließlich kann er auf einem Auge nur eingeschränkt sehen, auf dem anderen ist er blind. Außerdem scheint er völlig taub zu sein, wie es ja schon im Sicheren Hafen vermutet wurde. Rufen, klopfen und sonstige Geräusche nimmt er nicht wahr. 

Hunger hat er aber zum Glück ständig, er frisst gut und mit Genuß. Wir füttern unsere Hunde getrennt voneinander, da sie ein sehr unterschiedliches Tempo haben. Merlin hat schon anständig zugenommen, so dass sich seine Knochen auf der Haut nicht mehr abzeichnen. 

Die Haut erholt sich langsam aber sehr, sehr gut von seiner Dermatitis. Überall wächst langsam sein schönes weiches Fell. Diese Problem erledigt sich also von selbst. Er trägt draußen ein Regenjäckchen, oder sein dickes rotes Mäntelchen, eben je nach Wetterlage. Das lässt er sich super anziehen, fast als ob er wüßte, wie schick er damit ist. 

Mit unseren beiden Hunden versteht er sich gut. Vor allem bei den Spaziergängen ist unsere Lotte eine große Hilfe. Sie zeigt ihm, dass man auch mit Menschen ganz entspannt umgehen kann und dass man keine Angst haben muss. Er fängt jetzt auch an, draußen einfach mal zu schnuppern. Anfangs mussten wir erstmal das an der Leine Gehen üben.

Merlin versucht im Rahmen seiner eingeschränken Möglichkeiten alles zu beobachten und schaut, was hier so passiert. 

Das er viel Zeit brauchen wird um anzukommen, war abzusehen, 10 Jahre italienisches Tierheim hinterlassen nun einmal tiefe Spuren. 

Andererseits ist es erstaunlich zu sehen, wie lange und tief und fest er schlafen kann. Er liegt dann immer irgendwo bei uns im Raum und schläft. Morgens muss ich ihn sogar zum Spaziergang wecken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass er die Ruhe einfach genießt, da um ihn herum einfach kaum etwas passiert. 

Er ist ein total liebenswerter und bescheidener Hund. Wir sind froh ihn bei uns zu haben. Ich bin sicher, das der kleine Mann nicht unser letzter Senior war, den wir adoptiert haben. Es ist sehr schön zu sehen, wie er anfängt eine Beziehung zu uns aufzubauen.