Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein 'jetziger' Name
Lenya

Mein Name im Tierheim
Delfina

Rasse
Mischling

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 18.05.2020
Pubertät, Corona und andere Krisen

Es wird nicht langweilig mit unserem Monsterchen. Das erste halbe Jahr verging wie im Flug. Zeit für einen kurzen Zwischenbericht. So viel kann ich jetzt schon sagen. So eine Marke hatten wir noch nie.

Seit dem letzten Bericht hat sich Lenya gut entwickelt. Wir haben eine Hundegruppe gefunden und waren beide eifrig beim Training. Lenya ist wissensdurstig und gelehrig. Sie fordert sehr energisch Denksportaufgaben ein. Zudem hat sich herausgestellt, dass sie eine leidenschaftliche Jägerin ist. Dies hat zur Folge, dass alles angekläfft und bejagt wird, was sich bewegt. Anfangs konnte kein Auto vorbeifahren, ohne dass Madamme ausrastete. Laufende und spielende Kinder, das ging gar nicht. Fahrradfahrer haben grundsätzlich in Lenyas Augen kein Recht dazu, an uns vorbeizufahren. Während der Corona-Pandemie sind die Feld- und Waldwege bei uns gut besucht. Jeder Spaziergang war eine große Herausforderung. Nichts half, kein Ablenken, kein gut Zureden, kein Anbrüllen, kein einfach weitergehen, kein Futterbeutel, NIX. Total peinlich. Wir - oder besser gesagt ich - habe einfach trotzdem immer weiter gemacht und dann ist es immer etwas besser geworden.

Dass sich die Hundegruppe in der Corona-Pandemie nicht treffen durfte, trug zusätzlich noch zur Frustration bei. Zum Glück dürfen wir seit letzter Woche wieder trainieren.

Die fahrenden Autos und spielenden Kinder sind nach langem Üben jetzt geduldet und stellen kein Problem mehr dar. Anders sieht es bei den Fahrradfahrern aus. Die sind immer noch kritisch. Aber mittlerweile wird nur noch jeder 5. Fahrradfahrer angepöbelt. Es gibt auch einzelne Spaziergänge, in denen sie sich zusammenreißen kann. Aber man weiß bei ihr nie und ich muss mich voll auf sie konzentrieren.

Der Kontakt mit fremden Menschen war anfangs auch kritisch. Lenya war sehr misstrauisch und hat vorsorglich erst mal alles mit hochgestelltem Kamm angekläfft. Das hat sich super eingestellt. Fremden Menschen gegenüber verhält sie sich neutral. Der Kontakt mit anderen Artgenossen verläuft harmonisch, friedlich und positiv. Am schönsten ist es, wenn wir auf jemanden treffen, der gerne spielt. 

Abends fiel es Lenya lange Zeit schwer, herunterzufahren. Wenn wir drei unseren wohlverdienten Feierabend genießen wollen, läuft Madame zu Höchstform auf. Sie will ständig in den Garten und wieder ins Haus, tobt unzufrieden durchs Wohnzimmer, schmeisst ihre Decken und Spielzeuge in der Gegend herum, kläfft uns an und ging uns oft furchtbar auf den Wecker. Und das trotz Beschäftigung, Bewegung und sozialem Kontakt mit uns. Sie kann nerven wie keine.....Aber auch das wird immer besser.

Mein Mann und Grisu sind noch nicht ausgezogen. Wir üben weiter fleißig. Wenn sie uns mit ihren treuen Augen anschaut, können wir ihr nicht mehr böse sein....Alles wird gut. Bestimmt ;-)

 

Eintrag vom 08.12.2019
Sie trägt die Ohren luftig

Es wird nicht langweilig. Lenya ist ein temperamentvoller Wirbelwind. Unsere bisherigen Hundesitter - ein älteres Ehepaar- sind überfordert mit ihr, so dass wir uns auf die Suche nach einer Hundepension für unsere beiden Fellnasen machten. Wir möchten für alle Eventualitäten gewappnet sein. Außerdem geben wir unsere Lieblinge nicht irgendwo einfach ab. Es muss schon passen.

Beim Anblick von Lenya bekamen wir dann zu hören, "ah ein Ridgeback". Da müssen sie vorsichtig bei Farbigen sein. Lenya bellte ihn an, wie sie es oft bei fremden Männern macht. Außerdem wollte sie sich nicht ins Schnäuzchen von ihm gucken lassen. Ah, dies sei ein Problemhund. Ein typisches Verhalten eines Strassenhundes. Sie sei territorial.  Total unterernährt und wahrscheinlich von Parasiten befallen sei sie außerdem. Wir sollen zu einem speziellen Hundetrainer mit ihr. 

Die Ohren würden nicht richtig stehen. Das käme von Zahnschmerzen im Zahnwechsel. Sie würde die Ohren zu luftig tragen. Sie sei außerdem nicht älter als drei Monate alt. Der Tierarzt solle ihr den Finger in den Po stecken. Dann könne er sofort eine Probe wegen der Parasiten entnehmen. What???? Wir haben uns nur angeschaut und sind dann gegangen. Wir wissen, wo wir unsere Hunde im Notfall NICHT unterbringen werden!

Ja, Lenya ist sehr schlank. Sie hat einen sehr empfindlichen Magen und neigt zu Durchfall. Ja, sie ist quirlig und bellt erst mal alles an, was ihr nicht koscher ist.  Unsere Tierärztin hat uns beruhigt und bestätigt, dass alles ok ist. Auch vom Verhalten. Sie hat ihr nicht in den Poppes gegriffen. Ich gebe jetzt eine Kotprobe von ihr ab, um sicher zu sein, dass sie keine Parasiten hat.  Die Tierärztin konnte Lenya ohne Probleme untersuchen und hat die Öhrchen und die Zähnchen angeschaut. Ach ja, im proppenvollen Wartezimmer hat Lenya brav und ohne Stress gewartet. 

Unser Grisu ist aufgeblüht, seit Lenya da ist. Sie spielen zusammen und er genießt ihre Gesellschaft.

Ach, kleine Lenya, trage Deine süßen Öhrchen luftig, stolz und frei. Wir lieben Dich so, wie Du bist.

 

 

 

Eintrag vom 25.11.2019
Schockverliebt

"Schau mal" sagte mein Mann zu mir. "Diese kleine Hundedame sucht dringend ein Zuhause". Er hatte per WhatsApp eine Nachricht erhalten. Er zeigte mir das Foto und es traf mich bis tief ins Herz. Meine Hündin Mabel war vor 1,5 Jahren gestorben. Dieser Blick - unglaublich. Was für ein dejavue. 
 

Wir haben einen älteren, sehr ruhigen Hund. Passt ein junger, kleiner Wirbelwind zu ihm? Der langen Rede kurzer Sinn. Wir haben uns auf das Abenteuer Welpe erneut eingelassen. Es war eine reine Herz-Bauch-Entscheidung. 
 

Lenya ist jetzt seit 1,5 Wochen bei uns. Sie hat unseren geordneten Alltag ganz schön durcheinander gewirbelt. Sie überrascht und entzückt uns jeden Tag mit ihren frechen, lustigen Streichen und Ideen. Sie hat uns alle um ihre kleine, tapsige Pfote gewickelt. Grisu hat anfangs vermutlich gedacht, das kleine Monsterchen verschwindet vielleicht, wenn er sie ignoriert. Er hat es aufgegeben und seit gestern toben sie durch die Bude.

Ein großes Dankeschön an Frau Meusel. Frau Meusel hat Lenya spontan in Pflege genommen. Sie und ihr tolles Rudel haben Lenya liebevoll aufgenommen und super Vorarbeit geleistet. Dankeschön auch an Frau Leitenbauer. Sie hat alles koordiniert und uns unterstützt. Dankeschön schließlich an die Eheleute Fix, die uns besucht haben.

Ich werde weiter berichten. Wir freuen uns auf ein gemeinsames Leben mit dem kleinen Monsterchen.