Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein Name
Graziano

Rasse
Mischling

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 28.06.2020
Neues von Graziano

Graziano kam vor einem halben Jahr mit Vito nach Deutschland.

Er hat noch immer große Angst vor uns, lässt sich nicht anfassen und flüchtet in Panik. Ihm dabei im Wege zu stehen ist nicht ratsam, denn er fegt gnadenlos alles zur Seite, wie wir am eigenen Leibe schmerzlich erfahren mussten. Am besten man beachtet ihn nicht, sieht ihn nicht an oder spricht mit ihm, denn selbst Worte bringen ihn dazu, das Weite zu suchen. Das erste halbe Jahr verbrachte er fast nur im Hundekorb, seiner Zufluchtsstätte. Hier fühlt er sich einigermaßen sicher.  Sein Futter nahm er nur, wenn wir es in seinen Korb streuten und dann nur unter größter Vorsicht, immer ängstlich zu uns blickend. Soweit wir wissen, kam er schon als Welpe ins Lager und so wie er sich verhält, hatte er wohl wenig Kontakt mit Menschen.

Mit unseren anderen Hunden gab es noch nie Probleme. Es war von Anfang an ein harmonisches Zusammenleben. Ist er mit ihnen allein, verändert er sich: Er läuft durch das Haus, legt sich in die diversen Körbe, ist neugierig und inspiziert die Wohnung. Im Garten wälzt er sich wohlig, strampelt mit den Pfoten in der Luft herum und bellt auf dem Rücken liegend. Seit neuestem tobt er mit Leano durch den Garten. Er ist dabei völlig entspannt und macht ein glückliches Gesicht.

Als er zu uns kam, hatte er starkes Übergewicht. Er wog ca. 40 Kilogramm! Dabei ist er nicht verfressen und ließe sich sein Futter von den anderen Hunden wegnehmen. Wenn wir nicht darauf achten würden, dass alle aus ihren eigenen Näpfen fressen, ginge er leer aus. Mittlerweile bringt er nur noch 30 Kilo auf die Waage. Das Normalgewicht liegt bei ca. 25 Kilo. Es ist uns bis heute ein Rätsel, wie er so fett werden konnte.

Dass er sich nicht gerne anfassen lässt, stellt uns vor ein Problem – denn er muss ja auch mal gebürstet werden. An der Haustür ist eine Nische. Da läuft er hin, wenn er aus dem Garten kommt. Hier können wir ihn berühren und die Pfoten reinigen. Hier üben wir auch das Anlegen von Halsband und Geschirr. An Spaziergänge ist vorerst nicht zu denken. Zu groß ist die Gefahr, dass er sich in seiner Panik losreißt und das Weite sucht. Wenn er zum Tierarzt muss, wird er von uns mit drei Leinen gesichert.     

Aber es gibt auch Fortschritte. Seit einer Woche verlässt Graziano seinen Zufluchtsort und legt sich an einen anderen Platz. Er nimmt jetzt Futter aus der Hand, was zuvor nicht möglich war. Selbst die feinsten Leckereien verschmähte er.

Ruft man ihn, kommt er uns einige Schritte entgegen, läuft aber dann wieder davon.

Wir wussten, dass Graziano ein Angsthund ist und dass es nicht leicht werden würde. Und ohne unseren Leithund Vincent, an dem er sich stark orientiert, hätten wir vermutlich kaum Chancen, ihn an uns zu gewöhnen. Aber wenn wir jetzt sehen, wie glücklich er mit seinem Rudel ist, wie er allmählich aufblüht, dann wissen wir, es war die richtige Entscheidung.

 

Eintrag vom 01.01.2020
Dezember 2019

Graziano lebt jetzt fast 3 Wochen im Saarland. Mit seinen fünf Rudelmitgliedern hat er keinerlei Probleme. Er orientiert sich an ihnen und fühlt sich mit ihnen wohl, solange keine Menschen in der Nähe sind.

Die sind ihm noch immer unheimlich. Er frisst nichts aus der Hand, man muss ihm sein Essen in sein Körbchen vor die Nase legen und weggehen, sonst rührt er es nicht an. Er verlässt seinen Schlafplatz nur, wenn er trinken möchte oder sein Rudel in den Garten geht. Streicheleinheiten duldet er, genießt sie aber nicht.

Er fällt leicht in Panik und dann geht man ihm besser aus dem Weg, denn er fegt alles zur Seite, egal ob es Gegenstände oder menschliche Beine sind.

Mit Sylvester hatte er keinerlei Probleme und knabberte zufrieden an seinem Kauknochen, während draußen die Welt unterging. Jedenfalls für unseren Hund Vincent.

Wir lassen Graziano sein eigenes Tempo bestimmen und freuen uns über jeden kleinen Fortschritt.

Eintrag vom 26.12.2019
Graziano's Ankunft

An einem verregneten Dezembertag kam Graziano im Saarland an.

Er hat große Angst, sucht Deckung und fegt alles zur Seite, was ihm in seiner Angst im Wege ist. An der Leine gerät er schnell in Panik und er springt und windet sich wie ein Wildpferd. Am dritten Tag habe ich die Leine weggelassen, er kann sich nun frei bewegen. Er orientiert sich stark an unserem sehr souveränen Rüden Vincent, der uns schon bei Angsthund Generosa eine große Hilfe war. Auch mit den anderen Hunden hatte er von Anfang an keine Probleme, ist sehr verträglich, nur Menschen sind ihm unheimlich.  

Die ärztliche Untersuchung hat er schon hinter sich und er ist soweit gesund. Seine Zähne sind soweit in Ordnung, er hat natürlich Zahnstein.

Es ist sehr schwer ihn zu fotografieren, deshalb hier erst einmal nur zwei Fotos.