Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein 'jetziger' Name
Loris

Mein Name im Tierheim
Lillo

Rasse
Mischling

Geboren ca.
09.2011

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 07.06.2021
HappyStart in ein neues Leben - Verwandlung vom durch schlimmes Leid gezeichneten Lillo zum lebensfrohen Lausbuben Loris

Als uns Notfell Lillo vor zwei Monaten von pro-canalba zur Pflege anvertraut wurde, empfingen wir ein armes, geschundenes Bündel Elend …. abgemagert, mit abgeschrammtem Gesicht, aufgequollenen Augen und tiefen Augenrändern. Zu all dem Übel litt Lillo noch unter einer schmerzhaften Ohrenentzündung, so dass er sich ohne Unterlass schüttelte. Die kahlen Stellen im Gesicht rührten vom Reiben an den Gitterstäben, da er sich als Dreibeiner ja die Ohren nicht kratzen konnte.

Unser Tierarzt, bei dem wir gleich am nächsten Tag vorstellig wurden, beäugte Lillo sehr kritisch, er wollte zuerst nicht glauben, dass Lillo leishmaniosefrei sein sollte. Auf Nachfrage bei unserer Ansprechpartnerin Sabine von Alm von pro-canalba wegen der Zuverlässigkeit des negativen Testergebnisses konnte diese mit dem Verweis auf das führendste und unserem Tierarzt bekannte Leishmaniose-Center Italiens, wo der Test gemacht worden war, die Zweifel umgehend ausräumen.

Er wiederholte, was er bereits zu uns gesagt hatte, als wir mit dem siebenjährigen Lino (vormals Peppone) zu ihm kamen, den die Trapo-Engel von pro-canalba im November zu uns gebracht hatten….

„Hey, diese Tierschützer sind echt gut, arbeiten super seriös und professionell!!! Ich hatte schon mit Tieren von recht zweifelhaften Organisationen zu tun.“

Somit konnten wir uns vordergründig auf die Behandlung der Ohrenentzündung konzentrieren, die sehr raschen Erfolg zeigte, so dass sich der arme Bube nur noch selten schüttelte. Das  war besonders wichtig, da eine Verletzung des Gleichgewichtssinns im Ohr für den Dreibeiner der Supergau gewesen wäre. Die Therapie ist dennoch sehr langwierig, wir müssen heute noch die Ohren jeden zweiten Tag spülen.

Die kahlen Stellen im Gesicht sind mittlerweile zugewachsen, die Schwellung um die Augen ist abgeklungen und die Augenränder sind beinahe verschwunden.

Lillo wurde mit jedem Tag aufgeweckter und lebensfroher, unsere Zweifel, ob wir diesen zehnjährigen geschundenen Dreibeiner in unser sehr aktives Leben integrieren könnten, schwanden immer mehr. Wir waren zunehmend froh, dass wir uns dazu entschieden hatten, Lillo für uns aus seinem Elend befreien zu lassen.

Somit fragten wir bei Sabine von Alm nach, ob Lillo für immer bei uns bleiben darf. Und mit ihrer Zusage, wurde aus Lillo unser LORIS.

Loris geht mit seiner Behinderung prima um. Er ‚hoppelt‘ stabil an der Schleppleine, denn eine zu kurze Leine würde ihn ‚ausbremsen‘, d. h. er würde mit seinem verbliebenen Hinterbein permanent einknicken. Die wenigsten Leute, mit denen man sich beim Gassigehen unterhält, bemerken sein Handicap überhaupt. Und bisher wollte keiner glauben, dass unser Bub bereits 10 Jahre alt ist.

Mittlerweile sind wir häufig mit den Rädern mitsamt Anhänger unterwegs. Vor allem Loris ist dann in seinem Element, wenn er neben dem Rad mit Herrchen dahinsaust. Je schneller er läuft, desto stabiler ist er auf seinen drei Beinen. Aber auch Lino ist gut unterwegs. Und zwischendrin geht’s zum Verschnaufen in den Anhänger.

Ihre Biergarten-Premiere haben unsere beiden Jungs zwischenzeitlich auch mit Bravour und gutem Benehmen gemeistert.

Nachdem wir unseren geliebten Pluto(lino), den wir sechs Jahre zuvor von pro-canalba bekommen hatten, völlig überraschend wegen eines schlimmen Tumors im Oktober und unsere alte sizilianische Issy-Maus, die den Verlust ihres Pluto-Bubis nicht verkraftet hat, im Dezember schweren Herzens erlösen mussten, leben wir jetzt also mit Lino und Loris, zwei tollen Buben von pro-canalba …,  jeder toll in seiner Art, jedoch grundverschieden…

Lino, der Stubenhocker und Papa-Hansel – will wenig im Garten bleiben und folgte insbesondere dem ‚Papa‘ (Herrchen) in den ersten Monaten im Haus auf Schritt und Tritt, mittlerweile bleibt er auch schon mal liegen, wenn man das Zimmer verläßt; beim Gassigehen weicht er auch kaum einen Meter.

Loris, der Nestflüchter – will meist draußen sein und verspürt einen grenzenlosen Freiheitsdrang, als wollte er die beinahe acht langen, verlorenen Jahre des Eingesperrtseins noch aufholen.

Sein Fahrradwägelchen liebt er über alles. Es ist zwischen den Gassi-Ausflügen auf der überdachten Terrasse geparkt, in dem er dann Siesta macht. Zudem hat er bereits zwei Nächte darin verbracht, nachdem er sich nicht dazu bewegen ließ, ins Haus zu kommen.

Außerdem hat Loris es sich zwischenzeitlich zur Pflicht gemacht, eine wichtige Aufgabe als Wachposten zu übernehmen!

Jahrelang wurden wir von einem Marder heimgesucht, der nachts im Kniestock unseres Schlafzimmers ‚randalierte‘. Ein putziger Geselle zwar, den wir nur ein einziges Mal zu Gesicht bekamen, aber wir fühlten uns häufig von ihm tyrannisiert, wenn er die Nacht zum Tag machte.

Alle Versuche, ihm den Zugang zu versperren, waren bisher gescheitert.

Nun bezieht Loris zuverlässig allabendlich gegen 20 Uhr seinen Posten am Fallrohr der Dachrinne und fixiert unermüdlich die Stelle am Zaun, wo der Marder (nachweislich anhand von Schneespuren) immer auf unser Grundstück kam, um über das Fallrohr hochzuklettern. Wir haben uns von einem Experten versichern lassen, dass Marder Angst vor Hunden haben und diese daher meiden. Loris verläßt den Platz erst wieder nach Einbruch der Dunkelheit, wenn er sich sicher ist, dass der Eindringling fern bleibt… und bisher hat Loris rechtbehalten. Seit über zwei Wochen haben wir vom Marder nichts mehr gehört!

Nachdem Lino anfangs kein Interesse zeigte, als Loris mit ihm spielen wollte, leben die beiden gut verträglich mehr neben- als miteinander.

Lino sprang kürzlich zu Loris ins Fahrradwägelchen.

Warten wir’s ab ….. vielleicht werden unsere beiden doch noch ziemlich beste Freunde ????????