Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein Name
Twain

Rasse
Mischling

Geboren ca.
2012

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 15.04.2020
Twain unser großer Kämpfer mit Charakter

So, ein Jahr ist vergangen ? Kaum fassbar, denn wie sollten wir Mut und Freude so gründlich gelernt haben ohne ihn? Inzwischen ist Twain angekommen in seinem Bewusstsein, ein sicheres Heim, volle Schüsselchen, ein weiches Körbchen sein Eigen zu wissen. Selbstbewusst weiß er seinen Platz zu behaupten, die anderen Tiere werden angeranzt, wenn er schlechte Laune hat, vorbeispazierende Hunde jeder Größe werden ordentlich angemacht. Durch dichtes Unterholz findet er seinen Weg, eine Herausforderung, die er geradezu fordert. Aber auch die großen "Spiel und Spaßwiesen" in den Lichtungen des Nationalparks liebt der Twain. Dann genießt er den weichen Boden, das gefahrlose Herumrasen um sich zu rollen, zu wälzen in Lebensfreude. Alle anderen Hunde, Katzen tolerieren und respektieren ihn jederzeit, so miteinander sind alle. Und wir? Wenn wir mutlos, traurig sind, wie jetzt beim Tod vom wundervollen Gustavo, gibt er Alles, uns aufzumuntern und zeigt, "ich bin immer für Euch da" . Seine Freude über jeden neuen Tag steckt an, seine müde Entspannung am Abend ebenso. Twain ist so ungewöhnlich fröhlich und selbstbewusst, niemand könnte denken, daß er blind ist. Eine Leine kennt er nicht mehr, auf leises Zureden ist er lenkbar zu dirigieren, eine ART Fledermaussonar  an Systemen leitet ihn durch den Nationalpark, immer an unserer Seite. Wir sind sehr dankbar, daß er uns adoptiert hat. 

 

Eintrag vom 08.05.2019
Es kommt anders, als man denkt...

Wir wollten nur einen pflegebedürftigen Notfall aufnehmen, als erfahrene Pflegestelle. Dann kam Twain. 

Er entsprach kaum unserem Beuteschema, so hübsch, so klein, so unkompliziert und ebenso unproblematisch. Seine Tablette gegen die Leishmaniose nimmt er gern, also einfach zum Weitervermitteln? 

Nein, ganz und gar nicht. Wir bemerkten, welche unbeschreibliche Angst er vor Straßen hat, selbst völlig leere Straßen, sie riechen schon schlimm nach Auto und er legt sich zitternd nieder.
Twain, so auch die Tierärztin, ist vollkommen blind. Mit Klugheit, Überlebenswillen und Erfahrung hat er sich an die großen Hunde angeschlossen und sein Körbchen zur Kommandozentrale umfunktioniert. Die großen Maremmanen begannen, mit ihm zu kooperieren, Twain konnte leinenlos auf Waldwiesen mit ihnen umhertollen, in Pfützen hopsen, folgen, hören und reagieren. Sehr schnell begriff er, daß er eigens drei Mal täglich an die perfekten Wiesen gefahren wurde, wo sein Futter still in einer Ecke auf ihn wartet oder wann sein Nachtbettchen bereitet ist. 

Auf Zuruf stoppen, jede Warnung sofort umzusetzen, eine Kleinigkeit für Twain. Vertrauen, für einen blinden Hund unbedingt wichtig.
 

Wer also sollte IHN übernehmen, besitzt einen burgummauerten Garten, keine Straße vor dem Haus, brave Maremanos und läßt ihn niemals allein? Wer freut sich so sehr über diesen kleinen tapferen Kämpfer wie wir? Wir fanden eigentlich, niemand darf hier mit einem wehrlosen, blinden Hund in ein anderes Leben davonfahren, Twain muß bleiben! Natürlich sind wir, samt Katzen und Hunden, völlig seinem Charme verfallen, wir möchten ihn nie mehr hergeben, denn wer hat schon einen blinden Hund, der vor Freude tanzt, wenn, irgendetwas, was immer, im Haus passiert? Ausgehen, Körbchen, Fressen, Schmusen.... Twain erhebt sich dann und beginnt einen Freudentanz, wir haben vor Freude geweint.