Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein 'jetziger' Name
Giada

Mein Name im Tierheim
Gitta

Rasse
Spinone Mischling

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 29.05.2020
Hallo an die Geschwister

Nachdem ich jetzt wieder mal bei den anderen Geschwisterbeiträgen herumgestöbert habe, schreib ich auch mal unseren "aktuellen Stand" nach 2 Jahren.

Es ist schön, dass einige der anderen Hundebesitzer der Geschwister von Giada auch nach den anderen fragen. smiley  Es ist eine super Möglichkeit und sehr interessant zu lesen, wie die Anderen sich entwickelt haben. Ich musste wieder mal feststellen, dass die Erbgene doch einen wesentlichen Einfluss behalten, auch mit Hundetraining. Alle 5 Hunde haben irgendwie ähnliche Verhaltenszüge...oder kommt das nur mir so vor?

Also: Giada frisst nach wie vor auch gerne "Dreck" wie Kot von Katzen, Pferden. Verwestes ist lecker. angry Wälzen im Kuhfladen etc. wird immer wieder gerne gemacht surprise Überhaupt liebt sie wühlen in der Erde, frisch gemähten Rasen, Knochen verbuddeln und ausbuddeln. Sie bellt mit voller Lautstärke und Vehemenz, wenn jemand in den Hof fährt, der Nachbar sein Gartentor zuwirft, es klingelt, jemand zur Wohnungstür reinkommt (egal ob es das eigene Rudel ist), sie liebt ebenfalls am meisten kleine Bälle und bringt diese auch super zurück. Sie rennt wie ein Windhund, springt wie eine Ziege, bellt wie ein Terrorist. Autofahren nur in der Box ganz ok, ansonsten ist es oft Stress mit Zittern und Hecheln. Sie bellt wie ihr Bruder (Danke für das Video), wenn sie alleine bleiben muss, was wir nur in absolut unvermeidlichen Situationen machen. Sie hasst alleine sein. Angstzustände vor anderen Hunden ist immer noch Thema. Am ehesten beruhigt sie sich dann auf meinem Schoss. Ich hatte mal irgendwann gelernt, dass man das nicht machen soll... ist mir aber egal geworden. Giada beruhigt es. Die Angst ist so groß oft, es tut mir so leid, dass sie da wohl irgendwas erlebt haben muss vor unserer Zeit, wo wir ihr einfach nicht helfen können. "Angst fressen Seele auf", sie verhält sich so, als wenn es jedesmal um Leben und Tod geht.

Die Welt wäre ohne andere Hunde und die blöde Türklingel perfektwink. Es gibt eine paar wenige Hundefreunde da klappt das Spazieren gehen schon, wenn der andere Hund ruhig und souverän ist. Welpen oder hektische Hunde, große weiße Hunde, gehen gar nicht, weswegen ein Zweithund nicht in Frage kommt. Wenn beim Spazierengehen ihr Belohnungsleckerli für den Rückruf ausgeteilt wird, muss der andere Hund in Deckung gehen. Da hat sie Futterneid und in ihren Garten darf der auch nicht mit oder mich anspringen, dann flippt sie aus. Tot eifersüchtig.

Wenn die Welt aber dann mal perfekt ist, ist sie der tollste Hund der Welt. Wir haben Tricks drauf, sie sucht auf Kommando Gegenstände und schmust ohne Ende.

Ach so, Krallen schneiden ist oft notwendig und das mag sie gar nicht gerne. Mit viel Leberwurst geht es dann immer irgendwie.

Ansonsten kann sie den ganzen Tag gar nichts fressen, außer mal eine Hähnchensnack-Stange. Fressen am liebsten nur, wenn ich bei ihr bleibe und mittlerweile mussten wir Spezialfutter für Gastroprobleme kaufen. Sie hat irgendeine Unverträglichkeit. Sie ist komplett durchgecheckt. Wir kontrollieren regelmäßig auf Würmer, weil wir kleine Kinder in der Familie haben.

Sie liebt Kinder über alles. Wenn die weitere Verwandschaft zu Besuch kommt, ist das Rudel vereint und sie legt sich mit ihrem Kauknochen mittenrein, ins größte Getümmel. Da ist es auf einmal kein Thema, weil auf der anderen Seite ist sie total mega geräuschempflindlich, hat eine Supernase und ist immer im Alarmzustand. Wenn schlafen dann "in Sicherheit" und Ruhe möglich ist, schläft sie komatös.

Fazit: sie bleibt der extremste Hund, den ich jemals kennengelernt habe. Wie schon beim letzten Mal geschrieben. Sie ist ein Hund mit Stimme, Charakter und einer Portion Wahnsinn, unsere Gartenpolizei, das Nervengespenst, die Schnuffeline.

Wenn sie nur mal öfter die "Schnauze halten könnte" laugh

Liebe Grüße an alle Geschwister!

 

Eintrag vom 19.05.2019
Kaum zu glauben

Kaum zu glauben, dass dieser kleine Hund nun schon seit einem Jahr bei uns ist.

Als Giada zu uns kam, hatte die Zeit im Tierheim körperlich und mental deutliche Spuren hinterlassen (Würmer, Zahnschmerzen, Hunger).

Wir haben viel Kraft und Nerven investiert und viele Dinge haben sich schon deutlich verbessern lassen. Irgendwie ist Giada noch immer so klein. Sie spielt und tollt wie ein Welpe herum und sieht aus wie ein Engelchen, wenn sie schläft. Wir lieben sie.

Dann wieder tanzt sie uns auf der Nase herum. Schlägt an, weil es geklingelt hat, dass einem die Ohren klingeln. Wenn sie einfach nur ängstlich wäre und den Situationen ausweichen würde, wäre das besser als die panischen Bellattacken in höchster Stimmlage. Oft frisst sie irgendwelchen Dreck, wenn man eine Sekunde nicht hin sieht. Springt vor Schreck aus dem Fenster im Erdgeschoss, weil ein bedrohlich aussehender Drache von der Wiese hinterm Garten aufgestiegen ist. Gott sei Dank nichts gebrochen - sie springt wie eine Bergziege.

Wie unsere Hundetrainerin einmal sagte, der Hund hat einfach einen Knall. Der Tierarzt sprach von Psychose. Homöopathie und Verhaltenstraining zeigen Erfolge, aber auch leider immer wieder Rückschritte. Angstsituationen sind immer wieder: unerwarteten Sichtkontakt zu unbekannten Hunden, Türklingeln, Schlüsselgeräusche und tiefe Männerstimmen. Trotzdem haben wir sie ins Herz geschlossen, weil sie uns so viel zurückgibt. Sie ist verkuschelt und dankbar.

Immer öfter sehen wir sie als den entspannten und lebensfrohen Hund, der sie sein kann und darauf arbeiten wir hin.

Sie liebt es, nun durch das Feld rennen zu können, Vögel und Hasen hinterher zu jagen. Kleine Bälle sind das tollste Spielzeug. Wenn sie die Möglichkeit dazu hat, versucht sie es immer wieder, die hoch liegenden Schlummerplätze einzunehmen. Küchenstuhl, Couch, Bett sind immer besser als Körbchen. Am allerbesten findet sie Ruhe auf dem Schoß. Ich glaube, in einer Babytrage fände sie es am schönsten.

Dass sie nach wie vor viel erbricht, schlecht frisst und damit immer noch viel zu dünn in unseren Augen ist, ist einfach nicht schön (ich habe beim Tierarzt körperlich alles abchecken lassen). Wie bei einem Menschen mit Bulimie - vermutlich durch die Hungerzustände im Tierheim - wird sie mit Fressen nie großartig was anfangen können. Ein Schweinsohr vom Metzger wird immer nur mal angeleckt und durch die Gegend geschleppt und versteckt...aber dass das zum Fressen ist, juckt Giada nicht.

Wenn ich überlege, wie die kleine Giada noch immer im Tierheim sitzen würde, bin ich immer wieder froh, dass sie jetzt bei uns ist. Die Hunde haben durch ProCanalba eine Chance das alles hinter sich zu lassen und zu einem Hund zu werden, der das Leben genießen kann. Wir versuchen es jeden Tag neu, ihr dabei zu helfen.

Viele Dinge haben sich schon verbessert und das mit dem Anschlagen kriegen wir hoffentlich auch noch hin (nicht, dass wir nicht schon diverse Methoden versucht hätten)

Ansonsten bleibt die Kleine ein Hund mit Stimme, Persönlichkeit und ein bisschen Wahnsinn. Nichts für schwache Nerven.

 

Eintrag vom 05.11.2018
Ein ganzes halbes Jahr nun bei uns

Als Giada frisch bei uns war, schrieb ich nach 4 Wochen, sie wäre nun innerlich angekommen. Das habe ich nun mehrmals schon gedacht und es verändert sich immer noch so viel. Rückwirkend betrachtet braucht so ein Hund doch viel viel länger, bis er wirklich angekommen ist. Ich habe mich jetzt so intensiv mit Hundeverhalten beschäftigt, dass ich bald Hundetrainer werden könnte.wink

Durch Clickertraining hat sie Selbstbewusstsein bekommen, auch wenn Leckerli eher uninteressant sind, funktioniert clickern, loben, streicheln oder Spielzeug, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie kann schon einige zusätzliche Tricks wie Pfote geben, Männchen machen, im Kreis drehen, Sachen bringen, "Touch" usw.

Erst jetzt kann ich sagen, sie verhält sich langsam wie ein Hund. Die Ängste lassen nach, weil sie mehr und mehr Vertrauen und Routine bekommt.  Spaziergänge machen ihr jetzt endlich Freude. Vor zwei Wochen hat sie eigentlich das erste Mal einen anderen Hund richtig zum Spielen aufgefordert, ganz freudig und frei. Die meisten Hundebegegnungen bleiben ihrerseits nämlich kritisch. Sie will gern hin, darf sie auch, ist aber schnell überfordert und bellt dann los. Wir trainieren diese Hundebegegnungen. Klappt oft noch nicht gut. Alleine bleiben kann sie quasi auch noch nicht. Ich organisiere immer einen Hundesitter, wenn ich sie nicht mitnehmen kann. Da wir immer andere Baustellen mit ihr hatten, die wichtiger waren, muss ich das nun unbedingt üben mit ihr. Sie ist sehr fixiert auf mich.

 

Liebe Besitzer von Amy (Gioia) – ich finde es auch mega interessant, eure Beiträge zu lesen. Unglaublich wie viel Ähnlichkeit unsere beiden Hunde im Aussehen und der Art haben. Allerdings hat Giada leider sehr viel Fell verloren, man kann überall auf die Haut gucken. Wir haben alles beim Tierarzt checken lassen. Nix rausgekommen außer dass es hormonell oder nervliche Gründe haben könnte (sie ist ständig gestresst von ihrer Umwelt). Ich hoffe, das Fell wächst bald nach. Sie friert jetzt langsam. Übers Futter aufbauend einzuwirken ist nach wie vor schwierig, mit dem Fressen hat sie es nicht so. Ich bleibe erfinderisch. Mit 7 Monaten haben wir die Zahn-OP machen lassen. Die Zähne konnten gar nicht von selbst rauskommen, weil Zahnfleisch und Verknöcherungen drüber lagen. Danach wurde es mit dem Fressen dann besser.

Das Schwanzwedeln besonders kurz nach dem Einkuscheln auf dem Sofa kennen wir auch. Vorstürmen und andere Hunde anbellen, um dann mit eingezogenem Schwanz genauso schnell wieder zurück zu schrecken, kennen wir auch, genauso wie Taschentücher oder Papierverpackungen schreddern, sich morgens auf schlafende Familienmitglieder auf die Bettdecke stürzen und schmusen. Generell beruhigt sie sich eher auf meinem Schoss. Sie ist mega geräuschempflindlich. Guckt sogar den Flugzeugen am Himmel hinterher.

Wenn es raus in den Garten geht, wird sich mit Anlauf ins Gras geschmissen und „gesurft“ auf dem Rücken. Gerne werden Löcher gebuddelt und schnelle Runden im Kreis gedreht. Sie liebt Wasser, auch wenn Sie noch nicht ganz Schwimmen war, steht sie gerne in Bächen und im Meer. Fuchskot schmiert sie sich leider immer noch gerne auf den Kopf, wenn ich nicht aufpasse. Scheint lecker zu riechen...!?surprise

Ganz witzig begrüßt sie ihr Rudel indem sie röhrend-jaulend, schwanzwedelnd auf einen zugelaufen kommt und macht dabei eine Gesichtskirmes, dass es aussieht, als ob sie lacht. Ihre Lippen verziehen sich zu einem Lachen. Habe ich noch nie vorher bei einem Hund gesehen. Echt lustig.

Schönes und Anstrengendes wechseln sich nach wie vor ab. Ich will dran bleiben. Nie werde ich aufgeben, auch wenn meine Freunde es teilweise nicht nachvollziehen können, was für einen Energie und Zeit ich in diesen Hund investiere. Wir haben Giada ins Herz geschlossen. Wenn wir noch die Pupertät hinter uns bekommen, wird sie hoffentlich irgenwann mehr in sich selbst ruhen können, Vertrauen haben zu ihrern Menschen und der Welt.

Eintrag vom 01.08.2018
es sind doch erst 11 Wochen &"
Das sagen mir viele Freunde, wenn ich frustriert bin, dass das Hundetraining nach 3 Monaten teils schwer ist oder wir Rückschritte im Verhalten machen… so denke ich jedenfalls.Da Giada immer noch schlecht frisst, nämlich nur ein mal am Abend und Leckerlies, die bekanntlich sehr nützlich sind im Training, schwierig ihr Interesse finden, kann ich natürlich auch nur schwer trainieren. 
Die neue Hundeschule gehört zu „Trainieren statt dominieren“ und hat völlig andere Denk- und Übungsansätze. Die haben mich überzeugt, aber auch ich muss quasi das neue Verhalten üben. Hier geht es nicht um Agility oder Fuß gehen etc. sondern um Verhaltenstraining, damit ich ohne hysterisches Gebell mal ins Restaurant gehen kann.
Ich möchte mal durch die Stadt gehen können, in Urlaub fahren, mit dem Hundefahrradhänger fahren ohne dass mein Hund total gestresst ist von seiner Umwelt.
Die Nachbarshunde werden nach wie vor ziemlich hysterisch ausgebellt. Ganz alleine bleiben, kann sie noch nicht. 
 
Als ich die Berichte von den andren Hundebesitzern gelesen habe, die die Geschwister von Giada adoptiert haben, hatte ich einen kurzen traurigen Moment.
Vieles hört sich so ähnlich an wie bei uns, Manches echt besser. Scheinbar läuft es bei denen mit zwei Hunden Zuhause besser? Das hilft dem Angsthund eher, wenn ein souveräner, älterer Hund schon in der Familie war? Finde ich toll, freut mich. Wie man merkt, bin ich gerade etwas deprimiert.
 
Giadas Hauptproblem ist die Begegnung mit anderen Hunden. Absolut positiv ist: Babys, kleine Hunde, alte Leute, komische Leute mit Hut, Lärm, Autos, Autofahren, Fahrstühle und und und - alles null Problemo, aber manche Hundestimmen oder -begegnungen, lassen Giada immer wieder ins alte Verhalten zurück fallen. Wenn sie dann noch eine Oktave höher anschlägt, klingeln die Ohren.
 
Naja, sie ist nun auch noch läufig geworden und es ist mega heiß in Deutschland. Die zweite Wurmkur muss gemacht werden, da die Würmer noch oder wieder da sind.
Leider frisst sie ab und zu immer noch ihren eigenen Kot, wenn ich nicht schnell genug aufsammle. Zahnschmerzen hat sie wohl auch, wir müssen eine Zahnoperation machen, weil einige Milchzähne nicht ausfallen wollen, stecken jetzt doppelt neben den Neuen. Alles also körperlich und damit auch seelisch ganz schön viel für den kleinen, schmächtigen Hund.
 
Sitz und Platz kann sie schon, genauso wie Vieles andere mehr. Ich mache jetzt Clickertraining und bin begeistert. Es sind wirklich viele Entwicklungsschritte schon zu sehen.
So ein hübscher, liebevoller, verschmuster Hund ist sie. Wenn wir das nur mit dem extremen Gebell noch hinbekämen.
Eintrag vom 30.06.2018
Mutig voran
Nach ca. 2 Monaten und vielen "Aufs und Abs“ ist unser Hund zum Familienmitglied geworden.
 
Mutig geht Giada immer wieder auf neue Situationen und vor allem auf andere Hunde zu. Trotzdem bestimmt eigentlich
die Angst oftmals ihr Verhalten. Sie lernt, das Normale vom Neuen zu unterscheiden, um dann doch wieder bei einer bereits
bekannten Situation unsicher zu werden. Am wohlsten fühlt sie sich im Garten. Wenn Sie ihre Leckerli und Knochen an einem neuen Ort verstecken darf.
 
Hier immer wieder einen Beitrag zu schreiben ist für mich selbst Reflektion über die verschiedenen Entwicklungsschritte, die wir gemeinsam machen.
Ich bin neugierig, ob die Geschwisterhunde eventuell ähnliches Verhalten haben und freue mich über neue Beiträge von den anderen Hundebesitzern.
Vielleicht hilft mein Beitrag jemand anderem auch irgendwie weiter…?
 
Ich weiß gar nicht, wo die Zeit hingegangen ist…Im Rückblick merke ich erst, dass Giada körperlich als erstes ankommen musste.
Sie hat meiner Meinung nach längere Zeit mit sehr wenig Futter auskommen müssen. Sie war quasi ausgehungert und hatte Würmer. Jetzt hat sie gut zugenommen und der Darm ist auch fit. Jeden Tag, jede Woche lernten wir etwas anderes, weil sie nichts anderes kannte als die Tierauffangstation dort in Italien. Dadurch dass sie als Welpe keine anderen Reize (Geräusche, Personen, Orte usw.) sehen konnte, ist sie nun bei den für uns normalstenSituationen ziemlich überfordert und ängstlich, doch dann siegt die Neugierde.
 
Unsere Familie versucht ihr diese Angst zu nehmen. Ich sehe den Hund in ihr, der sie bald sein kann, wenn man ihr genug Liebe und Geduld schenkt.
Das ist im Alltag oft herausfordernd, aber soooo schön, wenn ich merke, dass sie wieder ein Stück mehr Vertrauen und fröhliches, ausgelassenes Verhalten zeigt.
 
Ich bin gewiss, dass es noch viel besser wird. Zur Hundeschule habe ich mir jetzt Hilfe bei einer anderen Trainerin gesucht, die mit ängstlichen Hunden genau Bescheid weiß.
Nicht jede Hundeschule eignet sich. Ich kann Giada eben nicht mit Härte korrigieren. Die Korrekturen, die bei meinem ersten Hund wunderbar funktioniert haben, bewirken bei Giada das Gegenteil, nämlich Vertrauensverlust. Ich muss ihr immer das Gefühl geben, dass ich sie beschütze. Da sie noch ruhiger werden muss, ist das Korrigieren bei übermäßigem Gebell oft eine Herausforderung.
 
Mutig voran, weiter machen, Geduld haben…. das wünsche ich auch Giadas Geschwistern. 
 
Eintrag vom 31.05.2018
Angekommen

 

Der kleine Frechdachs ist angekommen. Nach knapp 4 Wochen bei uns, ist Giada auch innerlich angekommen.

Ein turbulente Start war es, weil sie viel gebellt hat, überall an den höchsten Punkt gesprungen ist über alle Möbel, weil sie total
aufgedreht und unsicher war. Kleine und große „Geschäfte“ in der Wohnung landeten anstatt auf dem Rasen. usw. usw.
 
Innerlich angekommen ist sie nun, weil sie ihr Rudel erkannt und angenommen hat. Freunde und Verwandte werden auch
schon richtig einsortiert und nicht wie am Anfang völlig empört angebellt. Sie hört super auf ihren Namen (Ausnahmen 
bestätigen natürlich die Regel) Beim Aufstehen werden erst mal alle Zimmer abgelaufen und die einzelnen Rudelmitglieder werden
begrüßt. Sie weiß jetzt was es heißt: „Giada, wir gehen jetzt Gassi.“ NEIN wird auch gehört und mit etwas Nachmaulen und bisschen 
Austesten, ob ich es ernst meine, gut akzeptiert. Sie ist ja noch klein.
Alles in allem ist ein Welpe (ich habe zwei erwachsene Töchter) wieder wie ein Baby in der Familie. Meine Ausdauer und Geduld wird teils bis zur Erschöpfung ausgetestet. Dann wieder schläft dieser kleine, hübsche Hund wie ein Stein. Ganz tief, so tief, dass sie sich jedes Mal beim Aufwachen erschreckt.
Artgenossen jeder Größe (selbst das 2 kg Hündchen meiner Freundin) machen ihr oft noch sehr viel Angst und es dauert eine Weile bis sienicht mehr zurückschreckt und dann auch mal anfängt zu spielen.
 
Ich wünsche mir, dass sie ihre Ängste vor der großen weiten Weld, den ganzen vielen neuen Eindrücken bald ganz verliert. 
Wir fahren oft Auto und jeden Tag lernt sie einen neuen Hund, eine andere Umgebung kennen: eine viel befahrene Straße, LKWs, Gewitter, Nachbarskinder, Nachbarshunde, die kreischende Vogelscharen im Kirschbaum.
Sie hält uns weiter in Action, aber sie schmust auch viel und bringt uns alle zum Lachen.
 
Ich danke hier auch mal pro-canalba für den guten und liebevollen Einsatz für diese Hunde.
Eintrag vom 13.05.2018
Turbulenter Start
Nach einer Woche hat sich Giada (ehemalige Gitta) schon sehr gut bei uns eingelebt. Am ersten Tag war sie extrem aufgeregt, sprang überall hoch und zwar an den höchsten Punkt im Zimmer wie Stühle, Tische, Fensterbänke... Sie jaulte, sobald man sich mehr als drei Meter von ihr entfernte. Mittlerweile kommt sie jeden Tag ein bisschen mehr hier bei uns an. Sie ist insgesamt viel ruhiger und fordert immer wieder zum spielen oder kuscheln auf.
 
In Giada steckt etwas mehr Jagdhund als wir zunächst dachten. Sie hat mehr Energie und Stimme als unser letzter Hund. Fremde Hunde und unangekündigte Besucher sind noch ein Problem, dem wir aber zuversichtlich entgegensehen, weil sie sehr aufmerksam und lernwillig ist. Fressen klappt jetzt ohne Schlingen und die Kommandos Komm, Sitz und Platz hat sie auch schon verstanden. 
 
Abends geht sie ohne Murren in das Schlafzelt, das auch dazu beigetragen hat, dass sie jetzt durchschläft oder brav wartet, wenn man sie im Garten anleint und arbeitet oder mal ein paar Minuten in einem Raum alleine lässt. An der Leine läuft sie beim Gassi gehen auch schon super. Wir hatten neulich sogar schon Kinder zu Besuch und auch das hat von beiden Seiten super geklappt. 
Wir sind total verliebt in die freche Maus. Sie klaut immer wieder Klamotten oder Handtücher und trabt fröhlich damit davon. Spiegel werden kurz angewufft und abgeschleckt.
Alles in allem kann man also sagen, dass wir sehr zufrieden sind und auch ein bisschen gespannt wie der kleine Frechdachs sich noch entwickeln wird.