Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein 'jetziger' Name
Luna

Mein Name im Tierheim
Andromaca

Rasse
Collie Mischling

Geboren ca.
2007

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 13.06.2022
5 wunderbare Jahre mit Luna

Ende April ist meine Hündin Luna (Lanaluna-Oberpuschel), früher Andromaca, gestorben. Ich bin unendlich traurig, vermisse sie sehr.

Aber: Wir hatten 5 (!) wundervolle Jahre zusammen.

Sie war ein echter Ausnahmehund. Als ich sie vom Transportlastwagen  Ende April 2017 in Kirchlengern abholte, kam mir ein bepelzter, 10jähriger Hund entgegen, sozusagen doppelter Flokati. „Komm, wir gehen nach Haus“, das war mein erster Satz und so ging es auch weiter. Dieser Hund, der als Welpe für 10 Jahre ins Tierheim kam, ging mit als wäre es nie anders gewesen…

In Bremen wartete eine zweite Hündin (Austr.Shepard-Mix, ehemaliger Straßenhund) und im ersten Stock der Hund der Familie meines Sohnes (Labradormix) . Alle drei haben sich die gesamten 5 Jahre ohne den geringsten Konflikt vertragen, Luna als alte Hündin wurde absolut respektiert. Die beiden anderen Hunde waren für Luna so eine Art „Dosenöffner“. Sie lernte sicher dadurch schneller, Vertrauen zu fassen und sie guckte sich  bei den gemeinsamen Spaziergängen usw. alles mögliche ab (z.B. keine Angst vor Natur, schnüffeln immerzu, laufen ohne Leine selbstbestimmt, Wasser wie wunderbar!)

Luna wurde im Sommer '17 operiert, weil sie ja einen Tumor auf der Pfote hatte. Der Tumor war bösartig, aber die Op war erfolgreich (danke an den phantastischen Dr. Rosenhagen). Von da an ging es bergauf. Luna entfaltete sich, absolut anhänglich, ein wenig eigensinnig, immer mein Schatten, absolut wachsam (Collie-Maremmano-Mischling), unternehmenslustig und immer hochgradig interessiert an allem, was um sie herum passierte. Übrigens hat sie in diesen 5 Jahren auch zu meinen Enkelkindern (2 und 4 Jahre alt) eine fast mütterliche Haltung entwickelt. Es gab nie Probleme. Das einzige: Wenn jemand die Wohnung betrat, meinte sie, es sei ein Wolf. Der Herdenschutzhund kam durch. Auch Haus, Eingang, Garten, gehörten zu ihrer Bewachungsaufgabe, meinte sie. Wir konnten uns aber immer auf ein moderates Miteinander diesbezüglich einigen.

Luna stieg von Anfang an problemlos ins Auto ein, täglich 2mal gings mit den anderen Hunden in die Bremer Uniwildnis, Freiheit und Natur so schön… auch Urlaube auf Wangerooge hat sie meisterhaft mitgemacht.

Luna ging es fast bis kurz vor ihrem Tod gut, auch dank unserer mobilen Tierärztin Dr.Gohr. Im Herbst wurde ein Tumor in der Mundhöhle festgestellt. Die Operation hat, wie befürchtet, einen Rückfall nicht verhindert.

Auf den beigefügten Fotos sehen Sie Luna bei verschiedenen Aktivitäten. Im Sommer habe ich sie immer scheren lassen, danach merkte man ihr an, wie erleichtert, im wahrsten Sinn des Wortes, sie  war. Im Winter trug sie dann wieder stolz ihr superschönes dickes Fell. Ach, sie war einfach ein ganz wunderschöner Hund- äußerlich und innerlich: meine geliebte Hündin!

Diese schöne Luna-Geschichte und mein Dank ist für alle „Procanalbas“, die Luna unterstützt haben hier in Deutschland und in Italien.

Mit vielen Grüßen

Eintrag vom 16.07.2017
Luna geht es gut

Luna gehts prima. Sie ist gut angekommen und fühlt sich sichtlich wohl. Auch mit den anderen beiden Hunden geht es gut.

Luna hat einen ganz eigenen Kopf. Ich war davon ausgegangen, dass sie ganz verschüchtert und zurückgezogen sein wird. So ist es nicht: Sie tut eher, was sie will und schon gar nicht unter Zwang, z.B. kommen, jaaa aber langsam. Leine umlegen: Jaaaa, aber nicht sofort usw. Sie hat sich mir von der ersten Stunde an ganz eng angeschlossen und das ist auch so geblieben. Sie freut sich ungestüm , wenn ich komme. Das ist sehr berührend bei einem Hund, der 10 Jahre im Tierheim war. Alles hätte ich erwartet aber nicht die totale Nähe, die sie zulässt. Ich darf alles: Pfoten verbinden, Socken drüber, Ohren säubern, Zähne angucken, Haare wegschneiden und immerzu kraulen....Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen, so, als wenn sie schon ganz lange hier wäre. Mit den anderen beiden Hunden ist es ganz entspannt. Allerdings hat sie von Anfang an mit kaum merklichen, fein austarierten Gesten, klargemacht, dass sie Alpha ist. Es wird (lautlos) akzeptiert.

Einmal am Tag machen wir zu dritt einen Gang durch die Uniwildnis, d.h. ohne Leine durch ein wunderschönes Hunde-Waldgebiet. Hier kann sie laufen und stöbern und das tut sie inzwischen voller Freude. Am Anfang noch sehr zurückhaltend, jetzt läuft sie manchmal richtig schnell mit den anderen beiden Hunden mit.

Im Haus bewegt sie sich ganz ohne Scheu, die Küche gehört zu den Lieblingsorten. Ihr Schlafplatz ist heilig. Zuerst hat sie sich immer ganz klein gemacht und zusammengerollt. Jetzt liegt sie manchmal langestreckt auf dem Rücken, Füße in die Höhe und schnarcht gemütlich vor sich hin.

Das Leckekzem ist inzwischen verheilt, am Donnerstag wird der Tumor an der Pfote operiert.

Luna-Andromaca geht's gut. Jetzt soll sie es noch möglichst lange genießen.