Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein 'jetziger' Name
Lara

Mein Name im Tierheim
Isabella

Rasse
Deutscher Schäferhund

Geboren ca.
2013

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 14.10.2019
Herbstzeit = Pilzezeit

Hallo allseits!

Gestern war ich mit Herrli Pilzesuchen - das war ein Spaß! Eine tolle Gegend, dieses Waldviertel - viel schöner als Sizilien. Alles grün rundherum bzw. kunterbunt, weil sich jetzt im Herbst die Blätter an den Bäumen schon verfärben - und Pilze, soweit das Auge reicht. 

Herrli hat das mit einem Foto festgehalten. Mein Kumpel China musste bei Frauli zuhause bleiben. Für solch ausgedehnte Spaziergänge ist er einfach schon zu alt.

Es grüßt auch ganz herzlich

LARA

Eintrag vom 02.10.2019
Ein wundervolles Jahr mit Lara

Liebe Hundefreunde,

sorry, dass ich mein wundervolles, erstes Jahr mit dieser absoluten Traumhündin, meiner heißgeliebten Schäferhündin Lara, nicht mit euch geteilt habe. Wir sind eine glückliche kleine Familie - nach wie vor mit Herrli Ferdinand und Labrador-Mix-Methusalem Chinabrown (kurz: China).

Die Tage gestalten sich im Wesentlichen alle gleich: Lara schläft neben mir, manchmal schnarcht sie - wobei mich ihr Schnarchen überhaupt nicht stört, hingegen das Schnarchen von Ferdinand nicht auszuhalten ist. Morgens, gleich nach dem Augenöffnen und noch vor dem ersten Kaffee, wird ausgiebig gekuschelt, dann gibt es auch schon das erste Leckerli - getrocknete Rinderlunge lieben meine beiden Sofawölfe sehr.

Noch im Berufsleben stehend, muss ich dann aus dem Haus; den Morgenspaziergang macht Ferdinand mit Lara und China. Anschließend wird gefrühstückt, wobei wir nicht auf das praktische Fertigfutter zurückgreifen, sondern auf alles, was das Hundeherz höher schlagen lässt, und das vom Fleischhauer unseres Vertrauens. Es gibt sozusagen Hundemenü à la Ferdinand. Mein Mann genießt seine Pension, das heißt, der Alltag ist durchaus geruhsam. Nach dem Frühstück wird wieder geruht, es folgt Gekuschel mit Herrli. Wenn Ferdinand außer Haus geht, sind die Hunde dabei - außer, wenn im Sommer die Temperaturen im Auto zu hoch wären. Lara liebt Autofahren nach wie vor, im Anhang ein Foto mit Kumpel China, wobei da beide ein bißchen belämmert dreinschauen - es war wohl noch etwas früh am Morgen.

Abends komme ich von der Arbeit, das ist dann ein großes Hallo, als wäre ich drei Wochen weg gewesen - vielleicht schaffen wir es mal, ein kleines Video zu drehen. Es ist unbeschreiblich, wie sehr ein Hund sich freuen kann. Nicht, dass ich erwarten würde, dass mein Mann mich anspringt, wenn ich nach Hause komme - aber ihr wisst sicherlich, was ich meine. Die Verbindung mit meinen Hunden ist eine tiefe Herzensverbindung - ohne meine Hunde bin ich keine vollständige Person, es fehlt einfach etwas ganz Wesentliches. Diese Einheit ist wieder hergestellt in dem Moment, in dem ich die Haustüre öffne.

Es folgt ein intensives Gekuschel, im Laufe dessen der ganze Alltagskram von mir abfällt und die Welt wieder total in Ordnung ist. Lara ist - wie alle Hunde - eine begnadete Therapeutin.

Den Abendspaziergang erledige oft ich, ansonsten nochmals Ferdinand oder wir alle gemeinsam. Dabei wundere ich mich immer wieder aufs Neue, wie folgsam Lara ist, obwohl wir leider noch immer nicht in der Hundeschule waren (ich musste mich im Mai einer Knieoperation unterziehen und bin noch immer nicht fit für einen zwei mal die Woche stattfindenden Kurs). Ich habe eine weite Sicht bezüglich Spaziergänger und Radfahrer, meine Hunde lasse ich dabei frei laufen. China rufen ist problematisch, weil er altersbedingt fast taub ist. Aber Lara ist beim ersten Rufen bei mir. Dabei ist es egal, ob sie gerade eine Katze sieht oder einen Hasen: Frauli ruft und sie kommt sofort. So folgsam war noch keiner meiner Hunde - einem davonlaufenden Hasen konnte niemand widerstehen, da konnte ich rufen, was ich wollte, und meine bisherigen Hunde waren Musterschüler in der Hundeschule.

Auf den Abendspaziergang folgt das Abendessen. Wo wir noch aufpassen müssen: Lara hat - und meine Tierärztin meint, das wäre bei den meisten Straßenhunden so - offenbar kein Sättigungsgefühl: Sie hat einfach ständig Appetit. Daran arbeiten wir aber alle: an unserem Gewicht bzw. unserer schlanken Linie.

Meine Abende verbringe ich in der Regel und mit Vorliebe zuhause - mit Lara neben mir auf der Couch und meinem China daneben. Wir alle genießen diese Zeit miteinander, wo könnte es schöner sein?

Das Wochenende verbringe ich nach wie vor mit dem Renovieren meines Elternhauses. Lara und China sind natürlich immer dabei und lieben den Garten dort. Mit allergrößtem Eifer bewachen sie Haus, Garten, Herrli und Frauli.

Ach ja - ein Foto kann ich noch mit euch teilen: Weihnachten 2018.

Herzliche Grüße

Gerda Belkhofer 

 

Eintrag vom 16.10.2018
Laras erster Angel-Ausflug

Hallo Leute,

 

hier seht ihr mich mit meinem Herrli bei meinem ersten Angel-Ausflug. Ich durfte mitfahren, mein Kumpel China nicht. Er bellt ständig, wenn Herrli die Angel auswirft, und das stört die anderen Menschen, die auch angeln wollen. Angeblich erschreckt es die Fische und sie "beißen" dann nicht. Komisch: Fische sollen beißen, Hunde dürfen es nicht.

Herrli war superstolz auf mich, weil ich kein einziges Mal gebellt habe. Auch zu allen Spaziergängern und deren Hunden war ich freundlich. Herrli meinte, ich sei ein "Traumhund" - was er wohl meint damit?

Liebe Grüße,
LARA

PS: Fisch hat Herrli leider keinen gefangen, obwohl ich so superbrav war ...

Eintrag vom 12.10.2018
Wer sagt denn...

... dass Hausi aufpassen anstrengend wäre?? Ich schau doch ganz entspannt, oder??

Liebe Grüße von meinem neuen Zuhause!

LARA

Eintrag vom 07.10.2018
Lara im Glück

Liebe Hundefreunde,

Entschuldigung, dass ich erst heute einen ersten Bericht über Laras (früher Isabella) neues Leben gebe. Euer erstes Mail wurde im Spam-Ordner offenbar irrtümlich gelöscht, denn auch das zweite ist dort gelandet, wurde aber rechtzeitig bemerkt.

Ich kann gar nicht glauben, dass Lara nun schon drei Wochen bei uns ist, obwohl es mir andererseits so scheint, als sei sie schon seit einer Ewigkeit Teil unserer Familie. Familie = mein Mann Ferdinand, ich Hundenärrin s. Foto, mein ca. 14jähriger Labrador-Mix Chinabrown und unsere 20jährige Mieze Nicki 3.

Ich denke, ich kann ohne Übertreibung sagen, dass Lara ihr Hundeglück gefunden hat. Nach ihrem sicherlich anstrengenden Transport von Sizilien über Iffeldorf (Ankunft um 23:30) nach Michelndorf (Ankunft um 06:00 früh) hat sie sich unglaublich schnell in ihrem Zuhause eingelebt. Mit einem Selbstbewusstsein, das man ihr den Fotos nach gar nicht zutrauen würde, ist sie durch den vorderen Garten ins Haus mitgegangen. Chinabrown war ihr von der Autofahrt her schon bekannt; Nicki 3 hat sie im Vorzimmer mit Interesse und etwas Respekt begrüßt. Unsere Wohnräume befinden sich auf einer Ebene. Sich mit diesen vertraut zu machen war quasi tagfüllend für Tag 1. Meine Schwester ließ es sich nicht nehmen, Lara bereits am ersten Tag um 09:00 zu besuchen. Und als würde sie die enge Verwandtschaft spüren, wurde meine Schwester von Lara mit begeistertem Schwanzwedeln und quasi Zungenküssen begrüßt.

Schon vor Laras Ankunft habe ich mich in der 1. Niederösterreichischen Hundeschule erkundigt, wie ich Lara am besten fördern kann. Man riet mir, zu gegebener Zeit einen Familienhundekurs mit ihr zu besuchen. Dieser findet einmal wöchentlich eine Stunde lang statt und soll dem Hund zunächst eine Bindung zu seinem Menschen vermitteln. Bei Lara habe ich das Gefühl, dass sie diese Herzensbindung zu mir schon seit Tag 1 hat. Vielleicht aber bereits seit dem Moment, als ich beschlossen hatte, sie zu adoptieren. Ich bin davon überzeugt, dass Tiere diese Verbindung im Herzen, diese Liebe auch über weite Entfernungen spüren. Es ist eine Art Zauber, eine wunderbare Magie, Mensch und Tier gehören einfach zusammen. Das ist es, was Lara und ich seit Tag 1 empfinden.

Obwohl ich berufstätig bin und von Montag bis Freitag tagsüber ganztägig in Wien arbeite und mein pensionierter Ehemann den ganzen Tag mit den Hunden verbringt, hat Lara diese ganz enge Bindung mit mir. Sie scheint überhaupt, vermutlich aufgrund ihrer bisherigen Erfahrung, eher ein "Frauenhund" zu sein und vor Männern ein wenig Angst zu haben. Wenn mein Mann einen Besen und bei der Gartenarbeit einen Rechen in der Hand hält, wird sie besonders ängstlich und duckt sich, als würde sie Schläge erwarten. Ihr Hundebett steht direkt neben meinem, somit wird vor dem Einschlafen, gleich nach dem Aufwachen und auch zwischendurch (ich leide leider an seniler Schlaflosigkeit) geschmust und gekuschelt. Diese Nähe trägt sicher zu ihrer engen Bindung zu mir bei.

Seit dem ersten Tag überschüttet Lara meinen Mann und mich mit Zärtlichkeiten. Oft habe ich den Eindruck, dass sie lacht. Können Hunde lachen? Sie genießt ihre Streichelheiten, und von denen bekommt sie jede Menge. Natürlich bemühe ich mich, meinem Chinabrown die gleiche Zuwendung zu geben wie bisher. Meistens drängt sich Lara dazwischen, in dieser Hinsicht ist sie ein Faß ohne Boden. Ihre Liebesbedürftigkeit fällt auf fruchtbarsten Boden, denn meine Hunde sind mein Leben. Ich habe keine Kinder und schon aus diesem Grund werden meine Hunde mit Liebe überschüttet.

Obwohl Lara auf der ProCanalba-Homepage als große Hündin angeführt war (60 cm), ist sie in meinen Augen und im Vergleich zu meiner 2017 verstorbenen, aus eine ungarischen Tötungsstation adoptierten Schäferhündin Tonja sehr zart. Sie ist wunderschön (ich hatte einen ungepflegten Hund erwartet, aber ein Besuch im Hundesalon ist wirklich nicht nötig), anhänglich, intelligent und sehr wachsam. An Tag 2 und den weiteren Tagen haben wir Lara den hinteren Teil des Gartens und die Räume im Erdgeschoss unseres Hauses gezeigt. Beim ersten Mal Treppensteigen war sie etwas ängstlich, ihre Neugier und die Angst, mich aus den Augen zu verlieren, wenn sie nicht mit mir geht, waren schließlich stärker. Die restlichen zwei Wochen waren wir mit weiterer Sozialisierung, sprich Kennenlernen von Nachbarn und Nachbarhunden beim Spazierengehen und Kennenlernen von Verwandten, beschäftigt.

Lara fährt total gerne Auto. Darüber bin ich sehr froh, weil ich ca. 40 km von unserem Haus noch ein Wochenendhaus (= mein Elternhaus) besitze, das ich am Wochenende gemeinsam mit meinem Mann renoviere. Meine Hunde sind natürlich immer dabei. Lara liebt es, auch auf dieses Haus und den Garten aufzupassen. Gleich daneben grenzt mein Wald an; es zeigt sich, dass Lara trotz ihrer Zartheit Bärenkräfte entwickelt, wenn sie unsere "Hausrehe" sieht. Neben Autofahren und ihr Revier bewachen zählt die Mäusejagd zu Laras Lieblingsbeschäftigungen. Bei den jetzt abgeernteten Kukuruzfeldern könnte sie stundenlang graben und herumspringen.

Lara gräbt auch gerne im Garten. Darüber habe ich mich gewundert; zwar hat das auch meine Tonja gemacht, allerdings nur im Sommer, wenn ihr heiß war und sie sich in der Erde abgekühlt hat. Ein Bekannter meinte, manche Hunde hätten hier noch einen auf UrUrUr-Opa Wolf zurückgehenden Instinkt, wonach sie mit der Gartenerde ihren eigenen Geruch übertönen wollen, sich also Fremden bzw. Einbrechern gegenüber "tarnen" möchten.

Lara war erstaunlicherweise von der ersten Stunde an stubenrein. Tag 1 und 2 hatte ich Urlaub genommen, um alle 3 Stunden mit ihr Gassi zu gehen. Auch mit der Ernährung gab es Gott sei Dank keine Probleme. Wir haben sie vom ersten Tag an wie unseren Chinabrown gefüttert, mit PetFit (https://www.pet-fit.net) bzw. mit Hundefutter vom Fleischhauer mit etwas Nudeln oder Reis, Karotten und ein wenig Hanföl. Auf Empfehlung von ProCanalba hatten wir auch etwas grüne Kutteln beigegeben; Lara hatte, wie gesagt, aber überhaupt keine Probleme mit der Futterumstellung. Trockenfutter, auch wenn es praktisch wäre, ist bei meinen Hunden (Neufundländer, Schäfer, Labrador-Mix) nie in den Napf gekommen. Leckerlis wie getrocknete Lungen oder Hundekekse liebt Lara natürlich auch. Nur mit Spielzeug hat sie noch nichts anfangen können. Quietschpuppi oder Ballwerfen interessiert sie nicht. Allerdings hat sie heute, an einem gemütlichen Sonntag-Morgen mit längerem Ausschlafen, das erste Mal mit Chinabrown proaktiv gespielt. Ich hatte wieder den Eindruck, dass sie lacht; sie hat ihn geneckt und zum Spielen aufgefordert; sie wollte, dass er ihr nachläuft.

Ich hoffe, mein Bericht war nicht zu sprunghaft. Ich habe mich einfach hingesetzt und versucht, Laras erste drei Wochen in ihrer Familie zusammenzufassen. Frau Doppler, die mich vor Laras Adoption besucht hat, habe ich eingeladen, jederzeit gerne zur Nachschau zu kommen. Lara hat sich unglaublich schnell und gut bei uns eingelebt. Ich glaube sagen zu können, sie liebt uns von ganzem Hundeherzen und wir sie ebenso. Sie macht nur Freude, ich kann von keinen "Fehlern" berichten. Soferne es "Fehler" bei Hunden gibt, liegen die meiner Meinung nach ausschließlich am anderen Ende der Leine :-)). Ich möchte Lara noch ein, zwei Wochen Zeit geben und werde dann den Familienhundekurs mit ihr starten.Sie ist, wie gesagt, ausgesprochen intelligent und lernfreudig - ich denke, der Kurs wird ihr Freude machen.

Das wäre mein Bericht für heute. Fotos machen ist leider nicht sooo einfach, da ich kein Smartphone habe, weil ich nicht selbst noch aktiv zu meiner Überwachung beitragen möchte. Beim heutigen Spaziergang hat mein Mann das beigefügte Foto gemacht und ein paar andere, die ich - falls mein Mann die technischen Schwierigkeiten überwindet - nachreichen werde.

Nochmals vielen, vielen Dank für die Arbeit von ProCanalba und dem italienischen Partnerverein - ihr seid einfach unglaublich. Natürlich werde ich auch dem italienischen Verein noch eine Spende in Laras Namen zukommen lassen. 

Liebe Grüße,

Gerda Belkhofer