Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein 'jetziger' Name
Hanni

Mein Name im Tierheim
Gloria

Rasse
Mischling

Geboren ca.
02.2015

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 12.02.2021
Geburtstagstagskind

Ist es Zufall, dass unsere Hanni an dem gleichen Tag Geburtstag hat, an dem wir sie vor heute vier Jahren zu uns genommen haben? Der 12.02. ist also für uns ein doppelter Freudentag! 
4 Jahre.. vier Jahre lebt Hanni nun in unserer Mitte. Anfänglich sehr ängstlich und ohne Vertrauen, ist sie heute ein selbstbewusster Hund, der mit erhobener Rute durch die Welt läuft. Liebevoll wird sie "kleiner Hund" genannt, weil sie sich zu Anfang so klein gemacht hat, dass man ihre wahre Größe nur erahnen konnte. 
Unser kleiner Hund ist neben unserem Marley das Beste was uns passieren konnte. Wir lieben sie sehr und möchten nicht mehr ohne sie sein!

Eintrag vom 25.03.2019
Liebevolles, verrücktes Hundemädchen

Nun ist unsere Hanni schon über zwei Jahre bei uns. Nicht nur in unserer Familie ist sie als liebevolles, aber auch etwas verrücktes Hundemädchen nicht mehr wegzudenken. 

Nachdem Hanni, was wir wohl vor allem unserem lieben und souveränen Labbirüden Marley zu verdanken haben, verstanden hat, dass die Dinge im Alltag eher interessant als erschreckend sind, entwickelte sie sich von einem Angsthund zu einem wirklich aufgeweckten Hundemädchen. Sie geht mittlerweile freudig auf fremde Menschen zu und genießt deren Streicheleinheiten, die sie durch ihre charmante Art von nahezu jedem einfordert, der ihr in die Quere kommt. 

Immer wieder hören wir die Menschen, die sie seit Beginn kennen, sagen: „Wahnsinn, wie toll sie sich entwickelt hat!“ 

Anfangs wurden wir häufig mitleidig angeschaut und auch gefragt, ob wir wüssten, was wir uns mit einem solchen Hund antun würden. „Die hat sicher schlimmes erlebt“, „seid ihr euch sicher, dass sie je entspannen wird“ und „seid ihr euch sicher, dass ihr dem Hund einen Gefallen tut“ waren häufig Aussagen und Fragen, auf die wir selber nur zögerlich Antworten gefunden haben, da wir mit einem Hund aus dem Tierschutz keine Erfahrungen hatten.

Mittlerweile können wir mit stolzer Brust erzählen, dass sich jede Sekunde voller Vertrauen und Verständnis bezahlt macht und dass wir nun ein Hundemädchen in unserer Mitte wissen, die Vertrauen in die Menschen und ihre Umwelt gefasst hat und sehr viel Spaß am Leben hat. 

Sie liebt es Vögel zu jagen, zu stöbern und zu buddeln. Wie fahren viel gemeinsam Fahrrad, gehen joggen und sie darf am Pferd mit laufen. 

Hanni ist eine absolute Wasserrate und liebt es, durch jede schlammige Pfütze zu springen, die sie finden kann. Sehr wohl fühlt sie sich an der Ostsee, wo sie stundenlang im Wasser und am Strand toben kann. 

Wenn mal ein Kaninchen unseren Weg kreuzt, wird ihm freudig gefolgt, wobei sie sich aber prima zurück rufen lässt. Sie spielt und tobt so verrückt, dass man glaubt, dass sie nie auszulasten ist. Kommen wir aber ins Haus, legt sie sich zufrieden in ihr Körpchen und man bemerkt sie erst, wenn sie zur nächsten Streicheleinheit auffordert. 

Einzig klappende Fenster im Wind erschrecken sie noch und wenn der Wind die Gardinen wehen lässt. Ob das aber ihrer Vorgeschichte geschuldet ist? Ich bin mir sicher, dass es auch andere Hunde gibt, die sich erschrecken und sich dann unter den Beinen verstecken. Mit ein paar lieben Worten und einer Knuddeleinheit beruhigt sie sich aber mittlerweile sehr schnell wieder, so dass ich die Fenster meist noch ein zwei mal klappen lasse, während meine Hand auf Ihre Kopf liegt, um ihr auch hier zu zeigen, dass ihr nix und niemand etwas tut. 

Hanni ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und wir sind ihr sehr dankbar, dass sie uns gezeigt hat, was wirklich wichtig in einer Hund-Mensch-Beziehung ist, was sicherlich auch unser Rüde Marley genießt. Natürlich sind „Sitz“ und „ Platz“ wichtig, aber eine vertrauensvolle Bindung entsteht nicht durch Komandos und wie viele Kunstückchen gelehrt werden, sondern durch vertrauenswürdiges, aufrichtiges Verhalten der Hundemenschen. 

Jedem, der gerade überlegt, ob er einen Hund übernehmen soll, kann ich nur ans Herz legen, es zu tun! Die Veränderungen zu erleben und die Dankbarkeit zu spüren, erwärmt jeden Tag das Hundemenschen-Herz und es ist ein wunderbar schönes Gefühl zu wissen, dass man für einen Hund die Welt verändert hat. 

Wir erleben jeden Tag unser „Happy End“, da wir sehr viel über Hanni lachen können und sie uns mit ihrer Art ständig ein Lächeln ins Gesicht zaubert. 

 

 

 

Eintrag vom 22.08.2017
Das Zauberwort heißt Vertrauen

Hanni - damals noch Gloria, zog am 12.02.2017 von Ihrer Pflegestelle bei uns ein. Später, als wir die Papiere erhielten, stellte sich heraus, dass dies der zweite Geburtstag von Hanni war. Da wir nicht an Zufälle glauben, waren wir uns sicher, dass dies ein sicheres Zeichen dafür war, dass die Entscheidung, Hanni bei uns aufzunehmen, genau die richtige war.

Unser Rüde Marley freute sich von Anfang an sehr über unser neues Familienmitlied. Auch Hanni hatte in den ersten Tagen sehr schnell verstanden, dass sie in Marley einen Freund gefunden hatte, dem sie vertrauen kann.

In den ersten Wochen war Hanni sehr zurückhaltend und skeptisch allem gegenüber, was sie nicht kannte. Sie traute sich nicht, sich eigenständig in der Wohnung zu bewegen, was dazu führte, dass sie viel im Flur lag und sich sprichwörtlich tot stellte. Da sie keine Leckerlies, noch nicht mal Wurst von uns annahm, hatten wir es auch schwer, sie überreden zu können, sich am Familienleben zu beteiligen. Zu unserem Glück wurde sie schnell eifersüchtig, wenn wir Marley streichelten. Also wurden die Streicheleinheiten von Marley nur noch lautstark und in den Wohnräumen vollzogen. Erst zögerlich, später fast schon fordend beteiligte Hanni sich an den Kuschelorgien und so kam es, dass sie diese Einheiten auch von selbst einforderte. In den ersten Wochen leinten wir Hanni nicht ab, konnten ihr aber bei uns in der Reithalle die Möglichkeit geben, mit anderen Hunden ausgibig zu toben. Irgendwann fingen wir an, mit ihr zu toben und sie zum Spiel aufzufordern. Hier merkten wir bald, dass dieses Toben wohl eine Art Vertrauen schaffte, denn mit jedem ausgiebigem Toben stellte sich wenigstens ein Verhaltensmuster ein. Zum Beispiel sprang sie nach dem Toben häufig einfach in den Kofferraum, was sie anfangs sehr viel Überwindung kostete. Über das viele Toben konnten wir auch spielerisch mit wichtigen Kommandos beginnen, die es uns bald ermöglichten, Hanni auch im Feld von der Leine zu lassen und durften dann feststellen, dass sie wirklich prima hört und das bald besser sogar als unser "alter Hase" Marley :-)

Durch Marley verlor sie auch bald die große Skepsis Neuem gegenüber, sodass sie nun auch alleine auf fremde Menschen zugeht und mittlerweile auf augenscheinlich gruselige, neue Dingen mit Neugier reagiert.

Der Knackpunkt war anscheinend unser erster gemeinsamer Urlaub an der Ostsee im Juli. Wir können uns nicht erklären, was dort für sie passiert ist, aber seitdem wir wieder zuhause sind, erleben wir einen ganz anderen Hund. Morgens erwarten wir beim Aufwachen unseren Marley neben uns im Bett und müssen nun schmunzeln, dass auch Hanni sich nachts ins Bett schleicht, plötzlich beim Essen anfängt zu betteln, wie es sicher jeder Familienhund tut und fast schon frech ist, um an ihre Aufmerksamkeit zu kommen, so wie es für einen "normalen" zwei-jährigen Hund üblich ist.

Sie läuft bei mir am Pferd mit, wenn wir durch den Wald und die Wiesen reiten und liebt es die Pferdeäppel von der Mistkarre zu klauen.Sie tobt, nimmt von jedem Leckerlies an und mittlerweile können wir uns kaum noch an die ängstliche und skeptische Gloria erinnern, die sie einmal war.

Auch wenn es nicht immer sehr einfach war und oft an den Nerven zerrte, haben wir in der Zeit, die wir Hanni nun bei uns haben, viel über uns und unsere Verhaltensweisen gelernt. Wir mussten häufig Ruhe bewahren und unserem Alltag die Geschwindigkeit nehmen, um Hanni nicht zu überfordern oder zu erschrecken. So sind wir für das Vertrauen, dass sie uns inzwischen schenkt, sehr dankbar und möchten keinen Tag mehr ohne sie verbringen.